Von 15. bis zum 7. August veranstaltete die Wilhelm-Külz-Stiftung, das liberale Bildungswerk Sachsens, ein Forum der ganz besonderen Art. Der Einladung der Stiftung folgten am Freitag gut 20 Jugendliche, um über brisante Themen zu diskutieren.
Das Wetter in Plauen war den Gästen anfangs zwar noch nicht ganz gewogen, besserte sich aber von Stunde zu Stunde am Wochenende. Der Freitag zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite. Klassischer Nieselregen wollte den Teilnehmern das Abendessen verderben. Dennnoch stellte sich der stellv. Landesvorsitzender der JuliA Sachsen, Sven Herbst, nebst Ronny Winkler an den Grill. Beide versorgten die hungrigen Mäuler mit Fleisch, nachdem das Seminar für eröffnet erklärt wurde, die Arbeitskreise begonnen haben zu tagen und die ersten heftigen Diskussionen stattfanden. Die Nacht endete dann für die meisten Teilnehmer gegen drei Uhr am Morgen des Samstags. Ein ordentliches Frühstück sorgte dann dafür, dass die Diskussionen fortgesetzt werden konnten.
Das besondere Highlight am Samstag war der Programmteil „Vertrauen vs. Politik in der Höhe“. Neun Teilnehmer stellten sich der Herausforderung und ließen sich unter anderem durch ihre Partner sichern oder gaben sich in schwindelerregender Höhe in die Obhut anderer. Manchmal hing der ein oder andere Teilnehmer nur an einem dünnen Drahtseil. Es soll auch einen Teilnehmer gegeben haben, der die Welt von einer ganz anderen Sichtweise betrachten konnte – verkehrte Welt sozusagen. Das „Bodenpersonal“ Anja Birnbaum und Robert Däbritz powerten die Teilnehmer an und hielten alles mit der Kamera fest.
Kaum waren die Teilnehmer zurück auf dem Boden der Tatsachen, so mussten sie sich wieder komplett auf sich selbst verlassen und standen ohne Netz und doppelten Boden wieder mitten im Leben. Nach gut drei Stunden war dieser Part des Seminars beendet und alle kehrten hungrig in die Feuerwache zurück. Dort warteten Steaks und Würstchen auf die Teilnehmer. Selbst während der Mahlzeiten wurde über die angekündigten Themen gesprochen. So etwas nennt man einfach nur Begeisterung.
Am Abend startete dann ein Bowlingturnier. Der Landesvorstand der JuliA Sachsen stellte sich den Seminarteilnehmern als Gegner. Dabei gewann er – wie erwartet – ganz klar nach Punkten. Nach dem Turnier wurde die Abendveranstaltung eingeläutet. Es ging nur eine Etage tiefer, wo sich alle Teilnehmer in einem Tanzcafé austoben konnten. Beendet wurde dieser Teil dann eher durch die Müdigkeit und Heimweh. Aber einige konnten einfach nicht genug bekommen und saßen bis weit in den Morgen hinein noch in den Seminarräumen und haben ihre Ideen zum Besten.
Erstaunlichweise waren am Sonntag alle fit wie Turnschuhe. Pünktlich 9:30 Uhr waren die Zimmer geräumt, alle saßen beim Frühstück zusammen und begannen pünktlich die Fortsetzung des Seminars. Am Sonntag erfolgte dann gegen 14 Uhr die Auswertung und Ergebnispräsentation des Seminars. Alle Teilnehmer waren durchaus zufrieden. Das wurde unter anderen durch die Auswertung der Kritikbögen deutlich. Bemerkenswert ist, dass es durch den bunten Mix an Teilnehmern aus den verschiedensten Regionen Sachsens eine breit gefächerte Diskussionsgrundlage ergab.
Sven Herbst





