Huebner: Extremismus an sich ist das Problem.
LEIPZIG – 4. Januar 2012 – Die Jungliberale Aktion Sachsen (JuliA) weist den Vorschlag von Eva-Maria Stange (MdL, SPD, ehem. sächsische Ministerin für Kultus und Wissenschaft), an der Schule stärker für Rechtsextremismus zu sensibilisieren zurück. “Wir haben da ein paar bessere Ideen”, meint Christoph HUEBNER, Landesvorsitzender der JuliA.
Frau Stange betrachte das Problem zu einseitig. “Natürlich denken im Moment alle intensiv darüber nach, wie man dem Rechts-Extremismus begegnen kann. Der Rechtsextremismus ist auch in unseren Augen die größte Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Aber wir fordern dennoch, den Blick aufs Ganze nicht zu verlieren: Politischer Extremismus und politische Gewalt allgemein grassieren zunehmend.”
Es mangele an guten Ideen wie man mit dieser Entwicklung umgeht, stellt Huebner fest. “Es gibt jedoch bestimmte Faktoren, die das Abrutschen in den Extremismus verhindern. Allen voran ist das Bildung! Und das geht weit über die Behandlung von ‘Politik’ im Unterricht hinaus. Wir fordern besseres Rüstzeug: Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften, Fremdsprachen und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. – Es gibt großes Potential für Verbesserung, auch in Sachsens Schulen.”
“Wir freuen uns darüber, dass die FDP bürgergesellschaftliches Engagement als wichtige Komponente im Kampf gegen Extremismus anerkennt. Wir denken jedoch nicht nur an die Mitgliedschaft in Parteien und deren Jugendorganisationen: Aktiver Sport, Interessenvertretung und soziales Engagement schaffen soziale Netze, die dem Extremismus den Nährboden rauben. Die Vereine und Ehrenamtlichen müssen hier vielfältig unterstützt, Rahmenbedingugnen angepasst werden.”
“Durch aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erkennt man am besten die Vorzüge einer freiheitlichen Gesellschaft, begreift die Vorteile individueller Entfaltung. Um diese wahrnehmen zu können, braucht es jedoch einiges: Fertigkeiten in Naturwissenschaften, Deutsch, Wirtschaft, Unternehmensgründung, Ideenverwirklichung und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Um die Schüler darin zu unterrichten brauchen wir jedoch die von Dr. Wöller versprochenen zusätzlichen Lehrer, weniger Ausfälle und Wettbewerb zwischen den Schulen.”
“Eines brauchen wir aber sicher nicht: Frau Stanges erhobenen Zeigefinger und eine weitere Binsenweisheit über Rechtsextremismus.”





