55. Landeskongress der JuliA Sachsen

Philipp Junghähnel ist der neue Chef der sächsischen Jungliberalen. Die rund 40 Delegierten wählten den 28-jährigen Kreisvorsitzenden der JuliA Dresden beim 55. Landeskongress der JuliA Sachsen am 22./23. Februar 2014 mit 94% der Stimmen zum Landesvorsitzenden. „Uns steht ein herausfordernder Wahlkampf im kommenden halben Jahr bevor, in dem wir uns auch für unsere jungliberalen Kandidaten engagieren wollen.“, so Junghähnel in seiner Bewerbungsrede. Außerdem kündigte er an, die jungliberalen Verbände besser miteinander zu vernetzen, und auch im Rahmen eines größeren JuliA-Events die Zusammenarbeit mit der FDP zu vertiefen.

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V.l.n.r: Christian Hertig (Schatzmeister), Philipp Hartewig (Beisitzer), Philipp Junghähnel (Vorsitzender), Christoph Martens (Beisitzer), Max Pätz (Organisation), Rudi Ascherl (Programmatik), Robert Müller (Beisitzer), Karsten Gröger (Beisitzer), Viola Mönnich (Beisitzerin), Konrad Richter (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Alexander Hausmann (Ombudsmann)

Philipp Junghähnel, der an der TU Cottbus BWL studiert, wird bei seinen neuen Aufgaben tatkräftig unterstützt; im Landesvorstand finden sich dabei neben bewährten JuliAnern auch neue Gesichter. Bei den Stellvertretern trat erneut Max Pätz (24) aus dem Kreisverband Meißen für den Bereich Organisation an. Rudi Ascherl (24) aus Leipzig wurde zum Programmatiker gewählt. Christian Hertig (26) aus dem Kreisverband Erzgebirge bleibt Schatzmeister.

Neuer Pressesprecher der JuliA Sachsen ist Konrad Richter (24) aus Dresden, der bei der JuliA Dresden schon seit Längerem für die Pressearbeit verantwortlich ist. Ebenfalls neu im Landesvorstand sind die Beisitzer Viola Mönnich (30) aus Dresden und Christoph Martens (17) aus dem Kreisverband Erzgebirge; komplettiert wird der Vorstand von den weiteren Beisitzern Robert Müller (22) aus Dresden, Philipp Hartewig (20) aus Chemnitz und Karsten Gröger (27) aus dem Kreisverband Erzgebirge. Als Ombudsperson bleibt Alexander Hausmann im Amt.

Christoph Huebner, der drei Jahre lang als Landesvorsitzender die Geschicke der JuliA Sachsen bestimmt hat, bedankte sich in seiner Rede für die konstruktive Zusammenarbeit und wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg. Die JuliAner hatten sich als Abschiedsgeschenk etwas ganz Besonderes überlegt und überreichten ihm ein Heimatkennzeichen – zur Erinnerung an seinen ausdauernden Widerstand gegen die geplante Wiedereinführung der Alt-Kennzeichen.

„Schmecken lassen!“

Ebenfalls verabschieden mussten sich die sächsischen Jungliberalen von Katrin Helling-Plahr, die drei Jahre lang die Verbandsbetreuung seitens des Bundesvorstandes übernommen hatte. Als kleines Dankeschön überreichte Christoph Huebner ihr eine Flasche guten Sachsenwein, mit der Maßgabe: „Schmecken lassen!“

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union Sachsen, Markus Walther, wünschte den politischen Mitstreitern in seinem Grußwort viel Erfolg im Landtagswahlkampf und stellte fest, dass ein gewisser Männerüberschuss offensichtlich nicht nur ein Problem des CDU-Nachwuchses sei. Ein ungewöhnliches Grußwort hielt Jan-Christopher Witt, Landesvorsitzender der JuLis Thüringen: Er überbrachte seine Grüße in Form einer Videobotschaft, die am Abend vorher beim gemütlichen Kongressausklang in einer Leipziger Kneipe aufgenommen worden war, und sorgte damit für großes Gelächter bei den Anwesenden.

Prostitution, Drogen und die Rentenreform

Neben Geschenken und Grußworten stand natürlich die Antragsberatung im Vordergrund. Während des zweitägigen Kongresses wurden insgesamt 20 Anträge beraten. Es ging unter anderem um Hochschulpolitik, die Entkriminalisierung von Drogen, Prostitution und die Rentenreform. Über einen Antrag zum Thema Gleichstellung, Individualismus und Emanzipation diskutierten die Delegierten knapp zwei Stunden lang sachlich, aber leidenschaftlich – um den Antrag schließlich anzunehmen.

Auch die Anträge der Liberalen Schüler Sachsen zu den Themen Homosexualität in der Schule, der Einführung von Feedbackbögen in Schulen und der Forderung nach der direkten Wahl der Schülersprecher wurden nach intensiven Beratungen angenommen, und sind nun Beschlusslage.

Ein langes, arbeitsintensives Kongresswochenende mit engagiert geführten Diskussionen, handfesten jungliberalen Beschlüssen und viel Spaß liegt nun hinter den Delegierten und den zahlreichen Gästen. Auf den neuen Landesvorstand wartet bereits eine lange To-Do-Liste: Arbeitsbereiche müssen verteilt werden, die „Neuen“ brauchen eine gewisse Einarbeitung, und der Kommunal- und Landtagswahlkampf steht natürlich auch für die Jungliberalen vor der Tür. Nach dem Landeskongress ist vor dem Landeskongress. In diesem Sinne: Auf in den (Wahl)kampf!

Von Viola Mönnich

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