Entkriminalisierung von Drogen jetzt!

Am 26. Juni findet der alljährliche internationale Antidrogentag statt.

Dresden, 26.06.2016/ Gerade Sachsen hat durch seine Nähe zu den osteuropäischen Umschlagplätzen mit steigendem Drogenkonsum zu kämpfen. In keinem anderen Bundesland ist die Anzahl der Crystal Meth-Konsumenten so hoch wie im Freistaat.

“Den Konsum von Drogen als Verbrechen anzusehen halten wir dennoch für falsch. Deutschland sollte sich ein Beispiel an Portugal nehmen und eine Entkriminalisierung aller Drogen ermöglichen”, erklärt der Vorsitzende der Jungliberalen Aktion Sachsen, Philipp HARTEWIG.

Vor 15 Jahren hat Portugal seine Drogenpolitik reformiert. Der Besitz von Drogen für den Eigenbedarf ist keine Straftat mehr. So lange die zulässigen Höchstmengen nicht überschritten werden, handelt es sich lediglich um eine Ordnungswidrigkeit.

HARTEWIG führt weiter an: “Das portugiesische Modell zeigt Erfolge, was man an sinkenden Konsumentenraten unter Jugendlichen sehen kann. Außerdem ist die drogenassoziierte HIV-Neuinfektionsrate deutlich gesunken. Für Portugals Drogensüchtige ist das Gesundheitsministerium zuständig. Drogensüchtige gelten als krank, nicht als kriminell. Reformen bei Deutschlands Drogenpolitik könnten in Sachsen schnell positive Wirkungen zeigen.“

In Sachsen ist die Zahl der Neugeborenen, die unter dem Einfluss von Crystal Meth geboren wurden, seit 2007 angestiegen, in Dresden sogar um 1000%. Mütter geben ihren Konsum häufig nicht an.

HARTEWIG: “Wir glauben, dass die Frauen Angst vor rechtlichen Konsequenzen und Stigmatisierung haben. Eine Entkriminalisierung von Drogen würde nicht nur den Müttern helfen, sondern auch das ungeborene Kind schützen.”

Abschließend erklärt HARTEWIG: ”Eine Entkriminaliserung von Drogen würde die Justiz entlasten. Folglich könnten dringend benötigte Kapazitäten in der Justiz geschaffen und Gelder eingespart werden. Diese Gelder könnte man gezielt für Präventionsmaßnahmen einsetzen.”

Kommentare sind geschlossen.