Frauen haben auch ein Recht auf Selbstbestimmung!

Dresden 19.März 2017 / Die mittelsächsische Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) wirbt auf ihrer Facebook-Seite für den “Schweigemarsch des Lebens”. Initiator des Schweigemarsches im Juni ist der “Lebensrecht Sachsen e.V”.

Der Verein ist ein strikter Gegner von Abtreibungen. Laut Angaben auf seiner Webseite setzt sich der Verein “für die Stärkung von Ehe und Familie, für […]im Sterbeprozess befindliche Menschen und für die Gleichberechtigung Behinderter, auch vorgeburtlich […] im Sinne des biblisch-christlichen Menschenbildes” ein.

Dazu der Vorsitzende der Jungliberalen Aktion Sachsen und direkter Konkurrent im Wahlkreis Mittelsachsen, Philipp HARTEWIG: “Eine reine Fixierung auf das Leben des Ungeborenen beim heiklen Thema Abtreibung ist zu einseitig.  Frauen müssen ein Recht haben, über ihr eigenes Leben zu bestimmen. Die Beschlüsse des Bundestags von 1974 und 1976 waren ein wichtiger Schritt für die Selbstbestimmung der Frau.”

In Deutschland ist eine Abtreibung laut § 218b StGB grundsätzlich strafbar. Durch die Änderung in den 70ern und dem Zusatz mit § 218a wird der Tatbestand der Abtreibung unter bestimmten Bedingungen nicht erfüllt.

HARTEWIG weiter: “Liest man sich die Beschreibung des Vereins durch, so sind nur bestimmte Menschen unterstützenswert. Die Stärkung oder gar Gleichberechtigung Alleinstehender wird noch nicht einmal als fördernswert erwähnt. Diese Sichtweise hinkt 70 Jahre hinterher und hat nichts mit einer modernen und gleichberechtigten Gesellschaft zu tun.”

Abschließend erklärt der mittelsächsische FDP-Bundestagskandidat: “Die Unterstützung durch Bundestagsabgeordnete wie Veronika Bellmann zeigt die Gesinnung der Union und ihre mangelnde Toleranz. Jede Entscheidung für das Leben ist unterstützenswert. Bei Abtreibungen geht es aber um zwei Leben: Das der Mutter und das des Kindes.”

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