„Den Friedhofszwang der Kirche aus dem Kreuz leiern!“

Dresden, 26.5.2018. Es gibt noch immer keine Bestrebungen seitens der Landesregierung eine Reform des Bestattungswesens in Angriff zu nehmen. Weiterhin hält man am jahrhundertealten und christlich geprägten Friedhofszwang fest.

Dazu der Vorsitzende der Jungliberalen Sachsen Hai BUI: „Selbstverwirklichung hört nicht mit dem Tod auf. Jeder sollte für sich entscheiden können wie er seinen letzten Weg antreten will. Unabhängig von irrsinnigen religiösen Vorschriften seitens der Kirchenverwaltung und ganz im Sinne der Trennung von Kirche und Staat.”

In Sachsen werden pro Jahr ungefähr 51.000 Menschen beerdigt. Eine Erhebung zeigt, dass sich die Hälfte für Erdbestattungen und ungefähr 25% der Verstorbenen für eine traditionelle Feuerbestattung entschieden haben.

Hierzu BUI weiter: “Leider berücksichtigt der Friedhofszwang nur die christliche Bestattungsweise. Andere Glaubensrichtungen oder alternative Bestattungsarten sind weiterhin stark benachteiligt. Hier wird dem Toten der letzte Wille genommen!“

Der Vorsitzende des liberalen Nachwuchses abschließend: „Wir wollen in einem neuen Sächsischen Bestattungsgesetz mehr Freiraum für individuellere Möglichkeiten bei der Grabgestaltung. Eine Wikingerbestattung auf der Elbe, Monitore an Grabsteinen oder auch die Urne-to-go, sprich das Mitnehmen einer Urne nach Hause, sollte möglich gemacht werden. Der Passus, dass eine Bestattung der ‚allgemeinen sittlichen Vorstellung‘ entsprechen muss, ist vollkommen überholt, unzeitgemäß und ungenau definiert!“

Die Jungliberale Aktion Sachsen führte zu diesem Thema am vergangenen Wochenende eine Aktion auf dem Wave Gothic Treffen in Leipzig durch. Weitere Informationen finden sie HIER

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