JuliA Sachsen: Stehplatzgebot für Staatsminister Ulbig

Dresden, 13.06.2017

Die Jungliberale Aktion Sachsen lädt Innenminister Ulbig zu einem gemeinsamen Stadionbesuch im Stehplatzbereich bei einem sächsischen Verein seiner Wahl ein. Der Minister ist der Meinung, dass ein Verbot von Stehplätzen bei Risikospielen sinnvoll sei.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jungliberalen, Philipp HARTEWIG: “Diese Auffassung ist fernab jeglicher Realität. Zum einen wäre eine Bestuhlung der Stehplatztribünen für einige Vereine logistisch eine riesige Herausforderung, zum anderen wären weniger Fans im Stadion. Das einzige Ergebnis eines solchen Verbots sind damit Mehrkosten für den Verein.”

HARTEWIG weiter: “Nicht zuletzt die Ausschreitungen bei 1860 München mit herausgerissenen Sitzschalen zeigen, dass ein Sitzplatzverbot auch Risikospiele nicht sicherer macht. Minister Ulbig sollte seinen Fokus lieber auf die Randalierer richten, statt auf die vielen von Stehplatzverboten betroffenen friedlichen Fans.”

Zum Konzept der FDP sagt HARTEWIG, Direktkandidat der FDP in Mittelsachsen: “Neben repressiven Maßnahmen liegt der Schlüssel vor allem in der Intensivierung des Dialogs zwischen Fans, Vereinen und Verbänden. Prävention und Dialog sind oft wirksamer als Abschreckung und Bestrafung.”

HARTEWIG, der selbst am dazugehörigen Beschluss des Bundesverbands der FDP beteiligt war, abschließend: “Markus Ulbig sollte vor weiteren Äußerungen zur Sicherheit in Fußballstadien den Dialog insbesondere mit Vereinen und Fanverbänden suchen. Mit Forderungen, wie ein Stehplatzverbot für Risikospiele, macht er sich unglaubwürdig und trägt nicht zur Sicherheit in Fußballstadien bei.”

Den Beschluss der Freien Demokraten, auch mit einer Position gegen eine Beteiligung der Sportvereine an Polizeikosten und für eine Legalisierung von Pyrotechnik im Rahmen des “Chemnitzer Wegs”, finden Sie hier: https://www.fdp.de/sites/default/files/uploads/2016/11/22/2016-11-14-buvo-sportpolitische-eckpunkte-der-freien-demokraten.pdf

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