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Jungliberale Aktion Sachsen: Die Landesregierung auf bildungspolitischen Irrwegen

Dresden, 23.01.2018

Laut Presseberichten soll der von der Landesregierung erarbeitete Plan gegen Lehrermangel die Verbeamtung von neu einzustellenden Lehrkräften vorsehen. Die Jungliberale Aktion Sachsen hält diesen Vorschlag für falsch.

Dazu erklärt der Vorsitzende Philipp HARTEWIG: „Die Verbeamtung löst nicht das Problem des Lehrermangels. Eine Herabsetzung der Stundenzahl, flächendeckend modern ausgestattete Klassenräume oder eine Höhergruppierung wären deutlich attraktivere Anreize für Lehrer nach Sachsen zu kommen.”

Eine Verbeamtung ist aber noch mit weiteren Problemen verbunden: “Durch die Verbeamtung von neu eingestellten Lehrkräften würde zudem im Lehrerzimmer endgültig eine “Mehr-Klassen-Gesellschaft” zementiert. Ich würde als Kultusminister keiner etablierten Lehrkraft erklären wollen, warum sie ein Lehrer zweiter Klasse sei.”, so HARTEWIG

Der Jura-Student weiter: “Eine Verbeamtung ist nur unter der Annahme der Erfüllung hoheitlicher Aufgaben möglich. Lehrer können daher nur verbeamtet werden, wenn das Unterschreiben der Zeugnisse als hoheitliche Aufgabe als Schwerpunkt der beruflichen Tätigkeit anzusehen ist und nicht die eigentliche Lehrtätigkeit. Jedem der vielen motivierten und erstklassigen Lehrer im Freistaat wird damit Unrecht getan. Weiterhin nimmt man den Lehrern damit das Streikrecht und stellt sie unter eine stärkere Weisungsgebundenheit.“

Der Vorsitzende des liberalen Nachwuchses abschließend: „Mit diesem Vorschlag zeigt die Landesregierung ihr fehlendes bildungspolitisches Gespür. Die Lösung für die Bewältigung des Lehrermangels wird nicht Verbeamtung heißen.“

 

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