Krank, nicht kriminell

Dresden 26. Juni 2017 / Heute ist der Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr der Vereinten Nationen. Die Jungliberale Aktion Sachsen fordert, aufgrund der weiterhin auch in Sachsen hohen Konsumentenzahlen, die Entkriminalisierung aller Drogen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Jungliberalen Aktion Sachsen, Philipp HARTEWIG: “Den Konsum von Drogen als Verbrechen anzusehen halten wir für falsch. Deutschland sollte seine Drogenpolitik reformieren und sich zum Beispiel am portugiesischen Modell orientieren.”

In Portugal ist der Besitz von Drogen für den Eigenbedarf keine Straftat mehr. So lange die zulässigen Höchstmengen nicht überschritten werden, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Handel von Drogen ist und bleibt eine Straftat in Portugal.

HARTEWIG führt weiter an: “Drogensucht ist eine Erkrankung, deshalb ist in Portugal auch das Gesundheitsministerium statt dem Justizministerium für Drogenabhängige zuständig. Das portugiesische Modell zeigt Erfolge, was man an sinkenden Konsumentenraten unter Jugendlichen sehen kann. Krank nicht kriminell sollte auch die Devise in Sachsen sein.“

HARTEWIG: “Wir glauben, dass eine Stigmatisierung und Strafverfolgung von Konsumenten langfristig die keine Erfolge bringen wird. Eine gezielte Aufklärung, Prävention wird langfristig mehr bringen als ein aktiver Kampf gegen Drogen. Dealer müssen verfolgt und bestraft werden, nicht die Konsumenten.”

Abschließend erklärt der mittelsächsische Bundestagskandidat der FDP: ”Eine Entkriminaliserung des Konsums würde die Justiz entlasten. Folglich könnten dringend benötigte Kapazitäten geschaffen und Gelder eingespart werden. Diese Gelder könnte man gezielt für Präventionsmaßnahmen und die Verfolgung von denen die mit Drogen handeln einsetzen.”

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