Jungliberale Aktion Sachsen: Mehr Freiheit – auch nach dem Tod!

(Dresden, 31.07.2015) Die Jungliberale Aktion Sachsen (JuliA) fordert eine umfassende Liberalisierung des sächsischen Bestattungswesens.

Dazu erklärt der Vorsitzende Philipp Hartewig: „Der Friedhofszwang muss abgeschaft werden, sodass die Asche Verstorbener auch auf Grundstücken der Angehörigen oder in der freien Natur verstreut werden kann. Auch sollten Raketenbestattungen, Diamantprägungen und andere alternative Bestattungsformen erlaubt werden.“

Derzeit bestehen zahlreiche Beschränkungen im sächsischen Bestattungsgesetz, die alternative Bestattungen verhindern. Auch die einzelnen Friedhofsordnungen sind nicht mehr zeitgemäß und lassen bspw. keine Bilder oder besondere Materialien an Grabsteinen zu.

Philipp Hartewig ergänzt dazu: „Eine Reform des sächsischen Bestattungswesens ist dringend geboten. Die derzeitigen Einschränkungen sind weder mit der Wahrung von Pietätsgrundsätzen, noch mit dem Verfall vermeintlich christlicher Werte zu rechtfertigen. Ein Verbot alternativer Bestattungsmethoden und das Festhalten am Friedhofszwang entgegen dem Willen des Verstorbenen sind nicht mehr zeitgemäß und rational nicht zu begründen. Die Bestatterpflicht bis einschließlich der Kremierung ist aureichend, um eine ordnungsgemäße Bestattung sicherzustellen.“

Der Chef des sächsischen FDP-Nachwuchses erklärt abschließend: „Die Eröffnung des ersten sächsischen Friedwaldes in Bennewitz ist erster Schritt in die richtige Richtung. Doch insbesondere die kirchlichen Friedhofsträger müssen ihre Satzungen zur Grabsteingestaltung der Zeit anpassen. Humorvolle und interaktive Gestaltungen (z.B. mit Video-/Fotobildschirmen) sollten erlaubt werden, soweit der würdevolle Charakter einer Grabstätte gewahrt bleibt. Für uns gilt: Freiheit von Anfang bis Ende.“

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