Kultusministerin hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht!

Dresden, 3. August / Heute hat die Kultusministerin auf der jährlichen Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn die aktuellen Planungen vorgestellt. Trotz des anstehenden Schulanfangs konnten noch nicht alle Stellen besetzt werden. Der Anteil an Quereinsteigern an Grund- und Oberschulen liegt bei 70 Prozent.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jungliberalen Aktion, Philipp HARTEWIG: “Die Vorstellung der Schuljahresplanung kommt einer Kapitulation im Wettbewerb um die qualitativ beste Bildung gleich. Der Unterrichtsausfall wird weiter wachsen. Es gibt noch nicht ausreichend ausgestaltete Schulungen für Quereinsteiger- es entsteht eine stärkere Belastung für erfahrene Lehrer. Die Bildungsqualität an Sachsens Schulen wird erheblich leiden.”

HARTEWIG weiter: “Auch die langfristige Planung der Kultusministerin reicht bei weitem nicht. Wenn wir den Lehrermangel nur durch Quereinsteiger decken können, brauchen wir eine angemessene berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung. Die Attraktivität des Lehrerberufes kann durch eine gleiche Bezahlung aller Schulformen, digitale Ausstattung und umfangreiche Weiterbildungsangebote gesteigert werden. An der TU Chemnitz muss die Lehramtsausbildung um die anderen Schulformen erweitert werden.”

10 % der offenen Lehrerstellen in Sachsen wurden noch nicht besetzt. Ungefähr die Hälfte der neu eingestellten Lehrer sind Quereinsteiger. Dabei gibt es deutliche Unterschiede bezüglich der Schulart. Während Gymnasien und Berufsschulen weniger mit offen gebliebenen Stellen zu kämpfen haben, sind insbesondere Förderschulen unterbesetzt.

Der jüngste Bundestagskandidat Sachsens abschließend: “Lehrer haben eine der wichtigsten Aufgaben in unserem Land: Die Bildung der kommenden Generation. Man sollte sie unterstützen statt ihnen durch schlechte Bedingungen Steine in den Weg zu legen. Beste Bildung gibt es nur mit besten Lehrern.”

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