Pressemitteilung Jungliberale Aktion Sachsen: „Keine Erziehung zum Denunzianten – Stasi 2.0 gegen Lehrer verhindern!“

Die sächsische AfD möchte ebenso wie einige andere AfD-Verbände ein Portal zur Meldung für politisches Fehlverhalten von Lehrern einrichten.

Dies kommentiert der Vorsitzende der Jungliberalen Sachsen Hai BUI wie folgt:
„Unverhohlen will die AfD nun schon Jugendliche zu Denunzianten erziehen. Man schiebt eine vermeintliche Angst vor Neutralitätsverletzungen der Lehrer vor, um eine Überwachung und Anprangerung des Lehrers zu ermöglichen. Zudem stellt sich die Frage, was mit den gemeldeten „Verstößen“ und den Daten der Lehrer passiert. Wenn diese entgegen des Datenschutzes abgespeichert werden, kann man eigentlich nur noch von einer digitalen Stasi-Akte 2.0 sprechen.”

Hierzu BUI weiter: “In ihrer Opferrolle geifert die AfD immer wieder von vermeintlichen Denk- und Sprechverboten in Deutschland und will nun mittels Internet-Pranger für die Lehrer selbst eines einführen.“

Der Vorsitzende des liberalen Nachwuchses abschließend: “Für mich ist frühe politische Bildung, mit Kompetenz- statt nur Wissensvermittlung, dringend notwendig. Schließlich müssen den Kindern komplexe Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Recht und Wirtschaft vermittelt werden und auch ein Lehrer kann trotz Beutelsbacher Konsens eine Meinung zu diesen Themen haben und äußern. Die AfD versucht systematisch junge Menschen von politischer Bildung fernzuhalten und eine neue, politisch unmündige Generation zu erschaffen. Im Sinne der Demokratie muss aber die politische Bildung von einem breiten und aufgeklärten Meinungsaustausch leben.“

Einen weiterführenden Antrag zum Thema „Politische Bildung“ der Jungliberalen Aktion Sachsen finden sie hier:
http://programmatik.julia-sachsen.de/index.php?title=Politische_Bildung_an_Schulen_verbessern_(59._JuliA-Landeskongress)

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