Pressemitteilung: Jungliberale fordern, Abschlussprüfungen an sächsischen Schulen zu verschieben

(Dresden, 01.04.2020) Die Jungliberale Aktion Sachsen fordert Kultusminister Christian Piwarz dazu auf, sicherzustellen, dass den Schülerinnen und Schülern in Sachsen durch die Schulschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie kein Nachteil für ihre Abschlussprüfungen entsteht.

„Kultusminister Piwarz fordert Abiturienten auf, sich noch nicht behandelten Stoff im Selbststudium zu erarbeiten. Aber es ist die Staatsregierung, die es versäumt hat, die Schulen auf die Situation vorzubereiten“, so Johannes Zeller, Landesvorsitzender der Jungliberalen Aktion Sachsen. Noch am 11. März sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Schulbetrieb werde nicht grundsätzlich eingestellt. Wenige Tage später wurde dann aber genau das beschlossen. „Die Entscheidung traf Schüler, Eltern und Lehrer dadurch ohne Vorwarnung“, wirft Zeller vor.

„Jetzt rächt sich auch, dass Sachsen die Digitalisierung der Schulen jahrelang verschlafen hat. Die notwendige Infrastruktur für echten digitalen Unterricht existiert nicht. Lehrkräfte sind nicht ausreichend geschult. Die Plattform LernSax ist regelmäßig wegen Überlastung nicht verfügbar“, so Zeller weiter.

Piwarz stehe jetzt in der Pflicht, für diese Versäumnisse Verantwortung zu übernehmen. Er dürfe die Auswirkungen nicht auf Schüler, Eltern und Lehrkräfte abwälzen. Das Kultusministerium müsse eine Lösung anbieten, die nicht auf Kosten der Schüler gehe, fordert Zeller.

Konkret müssen die ausgefallenen Unterrichtseinheiten nach Ende der Ausgangsbeschränkungen nachgeholt werden und die Abschlussprüfungen entsprechend nach hinten verschoben werden. Da ein Teil der Schülerinnen und Schüler durch Vorerkrankungen ebenfalls zur Risikogruppe gehört, muss die Gestaltung der Prüfungen entsprechend angepasst werden, um eine Ansteckung während der Prüfungen auszuschließen.

Für die Zukunft fordert die Jungliberale Aktion Sachsen, dass das Kultusministerium die verschlafene Digitalisierung nachholt und ihr endlich Einzug in die Schulen ermöglicht. Es darf nicht die Aufgabe von Schulen und Lehrkräften sein, eigenständig für digitale Lernangebote sorgen zu müssen. Nur so werden Sachsens Schulen fit für zukünftige Herausforderungen.

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