Schulgesetzentwurf weckt Hoffnungen bringt aber keinen Fortschritt!

(Dresden 4. Mai 2016) Die Jungliberale Aktion Sachsen (JuliA) sieht den heute veröffentlichen Schulgesetzentwurf trotz einiger positiven Veränderungen kritisch. Von 660 Änderungsvorschlägen wurden immerhin 40 im neuen Entwurf umgesetzt.

Dazu der Vorsitzende Philipp HARTEWIG: “Die Landesregierung hat sich einige Kritikpunkte der verschiedenen Diskussionsrunden zu Herzen genommen und den mangelhaften ersten Entwurf beispielsweise hinsichtlich Inklusion, der Erlangung internationaler Schulabschlüsse oder den Rechten von Schülervertretern (Urwahlmöglichkeit für Schülersprechern) deutlich verbessert. Nun liegt es an der Landesregierung diese Änderungen auch Realität an Sächsischen Schulen werden zu lassen.”

Jedoch kritisiert der Landesvorsitzende: “Bei wesentlichen Punkten hat sich nichts verändert. Es entsteht der Eindruck, dass der bisherige Prozess hinsichtlich dieser Punkte eine pure Scheinpartizipation war. Die Eigenverantwortung der Schule ist weiterhin mangelhaft. Weiterhin ist es die Führung eines Schulkontos nur durch “Ermächtigung” des Schulträgers, d.h. in der Regel durch die Kommune möglich, Schulen haben keinerlei personelle Freiheiten und eine finanzielle Rechenschaftspflicht gegenüber der Schulkonferenz ist im Entwurf ebenfalls nicht zu finden. Ein fester Turnus für Schulevaluationen ist ebenso nicht vorgesehen.”

Als eine weitere größere Baustelle benennt HARTEWIG die Digitalisierung: “Um die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen und diese als Chance zu begreifen, reicht es nicht aus das Wort “Medienbildung” in der Präambel zu verankern.

Ohne digitale Konzepte werden die sächsischen Schüler national und international schnell abgehängt werden.“
Die Jungliberale Aktion Sachsen wird in den kommenden 10 Tagen jeweils einen Verbesserungsvorschlag für den zweiten Schulgesetzentwurf bei Facebook veröffentlichen.

Kommentare sind geschlossen.