Willkommen, liebe Leser der Sächsischen Zeitung!

Eines gleich vorweg: Sollten Sie aufgrund der Berichterstattung in Ihrem Lieblingsqualitätsmedium hier nach Gewalt und Unterwerfung suchen, muss ich Sie leider enttäuschen. Das finden Sie hier nicht. Denn das gibt es hier nicht.

Was richtig ist: Die Jungliberale Aktion Sachsen lädt Sie am Abend des kommenden Freitags (14.10.) ins Loft des Tivoli nach Freiberg ein, um dort einer Podiumsdiskussion beizuwohnen. Dort werden Wissenschaftler und Akademiker auf hohem Niveau über ein Thema sprechen, das sich eigentlich gar nicht so spannend anhört, wie es Ihre Zeitung Ihnen weitergegeben hat: Die aktuelle Rechtslage und Praxis rund um den Jugendschutz in den Medien sowie möglichen Anpassungsbedarf für die Zukunft aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Sie werden auch dort leider keine pornografischen Darstellungen, Gewalt oder Erniedrigungen zu sehen bekommen. Aller Voraussicht nach werden Sie noch nicht einmal einen Podiumsteilnehmer erleben, der fordert, die Darstellung von Gewalt und Erniedrigung jedermann und jederzeit zugänglich zu machen.

Auch die Jungliberale Aktion Sachsen hat keinerlei Beschlusslage in dieser Richtung und niemals auch nur ansatzweise verlautbart, hier eine drastische Änderung des Gesetzes herbeiführen zu wollen. Alles, was wir wollen, ist uns anhand von Gesprächen mit Leuten, die Ahnung davon haben, eine fundierte Meinung bilden. Und dazu laden wir auch Sie herzlich ein.

Sollten Sie sich jetzt fragen, was dieser Artikel heute in der Sächsischen Zeitung dann sollte: Falls Sie uns am 14. in Freiberg eine Kopie Ihrer Abo-Kündigung vorlegen, erhalten Sie von uns ein Freigetränk Ihrer Wahl, gern auch alkoholisch.