Der Landeskongress möge beschließen:
Die Jungliberale Aktion Sachsen fordert eine Förderung und Implementierung der
Themenbereiche Katastrophenschutz und Cybersicherheit in den Lehrplan der sächsischen
Schulen. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch natürliche und menschengemachte
Katastrophen wie zum Beispiel Überschwemmungen, Waldbrände, aber auch durch
Cyberangriffe auf private oder staatliche Infrastruktur, sind in den letzten Jahren
zahlreiche neue Herausforderungen für die Bevölkerung entstanden. Es ist daher
unabdingbar, sich bereits in der Schule mit diesen neuen Gefahrentypen auseinander zu
setzen. Die folgenden Maßnahmen stellen daher einen wichtigen Schritt für die
zukunftsfeste, vorbereitete und resiliente Gesellschaft.
- In die sächsische Lehrpläne muss Krisenkompetenz integriert und anwendungssicher
vermittelt
werden. Dies umfasst Grundkenntnisse in Erster Hilfe, Verhalten in Notfällen
sowie grundlegende Fähigkeiten zur Selbsthilfe und Unterstützung anderer in
Krisensituationen. Dazu eigen sich vor allem spezielle Projekttage in
Kooperation mit den Katastrophenschutzeinheiten, in welchen konzentriert und
umfänglich dieses Wissen an die Schüler und Lehrkräfte vermittelt wird. - Mindestens einmal im Schuljahr soll in jeder Schule eine verpflichtende
Katastrophenschutzübung durchgeführt werden. Diese Übungen sollen den Umgang mit
verschiedenen Szenarien trainieren, um die Reaktionsfähigkeit der gesamten
Schulgemeinschaft in einer Krisensituation zu verbessern. - Cybersicherheit muss einen stärkeren Anteil im Unterricht erhalten, indem als
Teil von Informatik
und Sozialkunde wiederholt die benötigten Kompetenzen vermittelt werden. Dafür
braucht es
spezielle Fortbildungsprogramm, um die Lehrkräfte entsprechend zu qualifizieren.